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„Ein Schluck Geschichte #4“

DER GIN FIZZ


Hallo liebe Leser und Leserinnen,
wir haben Oktober und ich befinde mich auf meinem Balkon in Urlaubsstimmung. Wir haben 22 Grad und mein Blick fällt auf eine Hand voll Zitronen, die im Obstkorb liegen. Ich brauche natürlich nicht lang um festzustellen, dass dies der perfekte Fizz-Moment ist. Ich denke es weckt kleine Kindheitserinnerungen, wenn man bei Sonnenschein eine frische Limo trinkt und umso schöner ist es, wenn man erwachsen ist und noch einen kräftigen Schluck Gin mit in die Limonade mixen kann.
Unsere Geschichte beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts, Jerry Thomas ist bereits in den vereinigten Staaten unterwegs und stellt seine Mixkunst unter Beweis. Mit in seinem Gepäck; der absolute Klassiker „Gin Fizz“. In seinem 1862 veröffentlichten Buch „The Bartender´s Guide“ wurde der Fizz als einer seiner liebsten Drinks deklariert und war ständig präsent. Zu dieser wundervollen Zeit wurde so ein Fizz auch gerne mal nach dem Frühstück zu sich genommen (da kann der Tag ja nur Gut werden).
Das Wort „Fizz“, heißt ins Deutsche übersetzt so viel wie Zischen oder Aufbrausen, denn durch das Soda Topping erhält man immer einen prickelnd, frischen Drink. Der Gin Fizz ist der bekannteste Fizz, denn es gehören noch viel mehr Drinks in die Kategorie „Fizzes“. Bei den „Fizzes“ handelt es sich eigentlich „nur“ um Sour´s mit einem spritzigen Soda Topping. Unsere Basis ist: Spirituose, Süße, Säure und Soda.
Rezeptur:
• 50 ml Gin
• 30 ml frischer Zitronensaft
• 20 ml Sirope de Gomme
Das Ganze kurz und kräftig shaken und in ein Fizzglas abseihen.
Danach wird das Ganze mit einem Schluck Soda getoppt und mit einer Zitronenzeste abgespritzt und garniert. 
Hier noch ein paar Gin Fizz-Twists:
• Silver Fizz = mit Eiweiß
• Golden Fizz = mit Eigelb
• Royal Fizz = ganzes Ei
• Cream Fizz =  ca. 2 cl Sahne
• Diamond Fizz = Champagner Topping (ohne Soda)  
Zum Schluss möchte ich noch ein paar Unterschiede aufführen, die den Collins vom Fizz unterscheiden, dabei ist die Menge des Sodas sehr wichtig. Der Fizz hat ein kleines Soda Topping, während der Collins mit Soda aufgefüllt wird und somit viel mehr Soda enthält. Der Fizz wird geshaked und der Collins wird im Gästeglas gebaut. Der Fizz wird im Tumbler oder Fizzglas serviert, der Collins in einem Longdrink oder Highballglas. Der Fizz wird ohne Eis und der Collins auf Eis serviert. Für mich sind beide Kategorien wahnsinnig spannend und extrem vielseitig. Ich hoffe ich konnte Euch die Welt des Fizzes etwas näher bringen. 

Fizz up ur life,
RYE RYE!