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"New Culture of Bar" - Botanicals

Ich möchte mich nun einem Gebiet in der "New Culture of Bar" widmen das in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat:

Den Botanicals. 
Also Kräutern, Gewürzen und Pflanzen. 

Seit Menschengedenken sind Heiler, Schamanen, Alchemisten, Druiden und Ärzte auf der Suche nach dem "Stein der Weisen", dem Allheilmittel welches unsterblich machen sollte. Freilich gefunden haben Sie es bisher nicht. Oder doch?

„Drogen“; der Oberbegriff für wirksame natürliche und auch künstlich hergestellte Stoffe. Ich möchte mich hier mit den natürlichen, botanischen aber nicht minder wirksamen, teils auch gefährlichen auseinandersetzen, die heute in der modernen Bar Verwendung finden. Am besten verwendet man diese Zutaten natürlich pur. Eine Mazeration, Perkolation oder Digestion in Alkohol oder auch Zucker ist eine hilfreiche Option. Aber dies soll ein anderes Mal Thema sein. 

Zuerst mal was zum Klugmeiern. 
Kräuter nennt man die Blätter oder Blüten einer Pflanze welche zum Aromatisieren von Speisen und natürlich auch Getränken genutzt werden können.  Gewürze hingegen sind die harten, hölzernen Teile von Pflanzen wie z.B. Rinden, Samen, Stängel, Wurzeln und Früchte.

Beginnen möchte ich in meiner Reihe mit "Inula helenum", dem Alant. Sie gehört botanisch zur Familie der "Asteracea", den Korbblütlern.  Ursprünglich kommt sie aus Südeuropa und Teilen Asiens. Hat sich aber aufgrund ihrer heilenden Wirkung z.B. gegen Husten recht schnell in Europa, Nordamerika und ganz Asien verbreitet.  Die Staude des "echten" Alants wird aufgrund ihres Aussehens gerne mit Löwenzahn verwechselt.  Über ein Paar botanische Ecken sind sie auch verwandt.   Die Pflanze kann bis zu zwei Meter groß werden und bekommt kleine Blüten die wegen ihrer gelben Farbe an besagte Gänseblümchen erinnern.  Gebraucht werden aber häufig nur die Wurzeln. Sie tragen die wichtigen Bitterstoffe in sich die meist in Destillaten wie Absinth, oder Kräuterlikören, Magenbittern und vor allem im Wermut Verwendung finden. 

Bei allen der von mir hier noch vorzustellenden Botanicals gilt ein allzu weiser Ausspruch eines der berühmtesten Männer der Geschichte der Heilkunde;
Theophrastus Bombast von Hohenheim: 
"Die Menge macht das Gift" 

 

Bezug genommen auf:

Amy Stewart, Stewart's Botanisches Barbuch, 13.10.2014

 

 

Bis bald und
bleibt neugierig!!!