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Sommer, Sonne, Limonade

von Max Sabato

 

Hallo liebe Leser,
ich befinde mich heute Ausnahmsweise nicht in einer Bar, sondern auf meinem Balkon. Vor mir steht ein Jug mit hausgemachter Limonade und genau das ist diese Woche mein Thema:  
„LIMONADE“
Ich beginne ganz profan mit der Herkunft des Namens. Das typischste bei einer Limonade sind natürlich die Zitronen, somit leitet sich das Wort Limonade sowohl vom persischen „Limun“, als auch vom französischen „Limon“ ab, was Beides Zitrone bedeutet.  Schon am Anfang des 17. Jahrhunderts  wurde auch in Deutschland von der Limonade gesprochen. Fast 200 Jahre später stand die Limonade immer noch ausschließlich für Erfrischungsgetränke auf Zitronenbasis.
Erfrischungsgetränke fand man schon lange vor Christi, allerdings wurde die Säure im Getränk mit Essig erzeugt. Geschmackliche Unterschiede brachte die Art des Essigs und die Menge, die in das Wasser gegeben wurde.
Im 17. Jahrhundert schwappte die Welle der Limonaden dann Richtung Deutschland und ich staune nicht schlecht, welche Zutaten damals schon verwendet wurden. Ich würde diese Zutaten heute als  Botanicals bezeichnen: Zimt, Rinden, Blüten, Früchte und Kräuter.
Die bekannteste Limonade kommt natürlich aus den USA und ist dort als Lemon Squash bekannt, diese besteht typischer Weise auch aus Wasser, Zucker und Zitrone. Die Industrialisierung ließ nicht lange auf sich warten und schnell wurde Limonade maschinell hergestellt. Als Jacob Schweppe Ende des 18. Jahrhunderts eine Methode erfand Wasser mit Kohlensäure zu versetzen, boomte die Soda-Herstellung. Das Sodawasser wurde dann mit Süße und Säure Geschmacklich verändert. Fertig war die Limonade aus der Flasche.
Man kann Limonaden kochen oder kalt ansetzen, je nach Geschmack und Intensität. Um eine Limonade zu versüßen, eignet sich so ziemlich Alles was der Markt zu bieten hat: Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Honig, Puderzucker, Rohrzucker, Agavendicksaft, Rübensaft, Fruchtzucker etc.
Genauso ist es bei der Säure auch: es sind keine Grenzen gesetzt. Alles was Sauer ist macht die Limo frisch: Zitrusfrüchte, Beeren, Fruchtessig, Blüten, Milchsäure etc.  
Um das erfrischende Prickeln in eure Limonade zu bekommen, könnt ihr mit starkem Mineral oder Sodawasser aufgießen. Es besteht auch die Möglichkeit mit Champagner- oder Reinzuchthefe zu arbeiten, hierbei ist eine mehrtägige (ca.3 Tage)  Nachreifung zu beachten. Wer die Möglichkeit hat, kann auch durch Carbonisieren das Prickeln erzeugen.
Auch die Zugabe von Alkohol ist bei Limonaden nichts neues, JA! ich spreche von einem „Fizz“
Meine selbstgemachte Limonade habe ich gekocht, sie besteht aus finnischem Honig, Zitronensaft, und Sanddornsaft. Ich lasse Alles einmal aufkochen und dann vollständig abkühlen, danach gebe ich so viel Eis wie möglich dazu und toppe mit Birkensoda.   
Unser Kyrö Napue Rye Gin passt perfekt in meine Limonade, da er auch Birke, Sanddorn und Zitrone enthält. Man könnte glauben es wäre Absicht gewesen. Ich probiere mal!
Viel Spaß beim Nachkochen!

Quellen:
1.xxsuncat: Limonade aus den USA.
2.Chefkoch.de
3.Wikipedia
4. Kirsten, Schiekiera:  Limonaden, Eistees & Fassbrausen: 100 % handgemachte Erfrischung. Stiftung Warentest, 2016

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